Bienenhaltung

Bienenhaltung

Bienen brauchen Blüten

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Doch wo finden diese Insekten heute noch ihre Nahrung? Auf Feldern und Wiesen, öffentlichen Flächen und in Gärten blüht es immer weniger. Die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft führt zu einem immer knapper werdenden Nahrungsangebot für Blüten besuchende Insekten. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen können die Insekten nicht mehr ernähren.

Blühende Ackerunkräuter sind aufgrund des Herbizideinsatzes und der Perfektionierung der Agrartechnik inzwischen fast vollständig von den Feldern verschwunden.

Auf unseren eigenen Weinbergflächen und Streuobstwiesen sorgen wir durch regelmäßige Aussaat für eine attraktive  Bienenweide, die vom Frühjahr bis in den Herbst ein reichhaltiges Nektarangebot liefert.

 

Wesensgemäße Bienenhaltung

Wesensgemäße Bienenhaltung ist nichts Fertiges, sie ist kein Rezept oder gar eine Imkerei nach starren Vorschriften. Sie folgt einem undogmatischen inneren Leitbild, welches sich jeder nur selbst durch die Frage nach dem Wesen des Bienenvolkes erarbeiten kann. So bleibt wesensgemäße Bienenhaltung in Entwicklung. Ihre Grundsätze sind in verschiedenen Bienenwohnungen und Betriebsweisen realisierbar.

Nachfolgend eine Zusammenfassung und Erläuterung der wichtigsten Richtlinien:

  • Der Schwarmtrieb bildet die Grundlage von Völkervermehrung und Zucht
    Infolgedessen kann auf künstliche Königinnenzucht verzichtet werden
  • Auf großen Naturwaben entwickelt sich das Brutnest als geschlossene Einheit
    Die Waben sind die Inneneinrichtung des Bienenvolkes. Also ein guter Grund, dem Wabenbau höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Den Bienen wird beim Naturwabenbau die Möglichkeit gegeben, ihre Waben selbstständig zu errichten und die gewünschte Zellgröße (die von Volk zu Volk variiert) selber zu wählen. Dabei werden kleine Wachsplättchen auf der Bauchseite der Bienen ausgeschwitzt, mit den Mundwerkzeugen aufgenommen und mit Speichel durchgeknetet. Dieses weiche Wachs wird von den Bienen am Oberträger eines Rähmchens befestigt. Nun werden weitere zerkaute Wachsplättchen am Rand des bereits vorhandenen Wabenbaus hinzugefügt und zu exakten sechseckigen Zellen verbaut. Die Waben dienen nun als Speicherplatz für Honig und Pollen, es sind die Brutstätten der Jungbienen und sie werden zur Kommunikation und Wärmeregulation genutzt. Im Naturwabenbau sind die Waben anfangs hell wie ein Bergkristall und ein individueller Ausdruck eines jeden Bienenvolks.
  • Jedes Volk hat soviel Drohnenbrut und Drohnen, wie es seinem Bedürfnis entspricht
  • Die Bienenwohnungen bestehen aus Holz
  • Der Honig wird weder beim Schleudern noch zum Abfüllen erhitzt, sondern bei Stocktemperatur von ca. 35°C abgefüllt
  • Die Rähmchen im Brutraum sind so gewählt, dass sich das Brutnest organisch auf den Waben ausdehnen kann, ohne von Rähmchenleisten durchtrennt zu werden
  • Für die Überwinterung der Bienen verbleibt im Volk ein wesentlicher Anteil an eigenem Honig.
  • Zur Regulierung der Varroamilbe werden nur organische Säuren eingesetzt, die keine Rückstände im Bienenstock  hinterlassen.
  • Die Bienenvölker werden möglichst an unbelasteten Kulturen aufgestellt. Durch den großen Flugradius der Bienen ist allerdings nicht zu erwarten, dass sie nur überwiegend biologisch bewirtschaftete Flächen befliegen.

 

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